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Willkommen bei der NABU-Ortsgruppe Rennerod und Umgebung

Kröten und Frösche vor dem sicheren Straßentod bewahren, Nistkästen bauen, aufhängen, jährlich reinigen, ggf. reparieren, Streuobstwiesen anlegen und pflegen, fachkundig Obstbäume schneiden, weitere Pflegeflächen entbuschen und mähen, naturkundliche Wanderungen zu jeder Jahreszeit durchführen, etc. etc ...........

Seit 35 Jahren ist das ein klares Anliegen unserer NABU-Ortsgruppe, die es auch versteht, nach getaner Arbeit ein geselliges Beisammensein zu organisieren.

Von 220 eingeschriebenen Mitgliedern beteiligen sich aber leider an unseren für die Natur sehr nützlichen Aktionen nur eine Handvoll aktiver Mitglieder, die schon lange das Rentenalter erreicht haben und sich bald ganz auf ihr Altenteil zurückziehen werden. Sie hinterlassen schmerzliche Lücken, die die Existenz unserer Ortsgruppe in Gefahr bringen, wenn nicht bald jüngere Leute nachrücken.  

Ehrenamtliche Nachfolger werden also dringend gesucht und sind daher sehr willkommen.

Dieses Engagement bringt kein Vermögen ein, aber ein zufriedenes Gefühl, etwas für den Erhalt der Natur getan zu haben.  

Herzliche Einladung also an alle, die uns bei unseren Aktivitäten unterstützen wollen! Jeder, dem eine lebendige Umwelt am Herzen liegt, kann etwas dafür tun und ist herzlich willkommen. Wir freuen uns auch sehr über interessierte Nichtmitglieder, verstärken sie doch das Gewicht des NABU in der bundesweiten, regionalen und kommunalen Umweltpolitik, denn die Natur braucht heute eine starke Lobby!

 

Kein Platz für EU-Vogelschutzgebiete?

Seit Beginn des Jahres befürchten Kommunalpolitiker Schlimmes - ein Drittel des Westerwaldkreises bald Vogelschutzgebiet?
Die Ausweisung von zusätzlichen Flächen durch das Mainzer Umweltministerium stellt die örtlich Betroffenen vor vollendete Tatsachen...               

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Kein Platz für EU-Vogelschutzgebiete?

Seit Beginn des Jahres befürchten Kommunalpolitiker Schlimmes - ein Drittel des Westerwaldkreises bald Vogelschutzgebiet? Die Ausweisung von zusätzlichen Flächen durch das Mainzer Umweltministerium stellt die örtlich Betroffenen vor vollendete Tatsachen.

Was wie ein Blitz aus heiterem Himmel erscheint, ist jedoch schon lange beschlossen. 1979 verabschiedeten die Mitgliedsstaaten der EG einstimmig die EG-Vogelschutz-Richtlinie; bis 1981 sollten die wichtigsten Schutzgebiete ausgewiesen sein – also schon vor 26 Jahren. Nach Feststellung der EU-Kommission hat Deutschland Defizite in der Meldung von Vogelschutzgebieten. Diese Defizite müssen zeitnah behoben werden, um eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof zu vermeiden. Für Rheinland-Pfalz sieht die EU-Kommssion Meldebedarf für 12 Vogelarten. Die FFH- und Vogelschutzgebiete sind über die gesamte Landesfläche verteilt, in der Verbandsgemeinde Rennerod sind die größten zusammenhängenden Flächen zwischen Stein-Neukirch und der Krombachtalsperre.

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Neubaugebiet "Unterm Dorf" bei Homberg

Nister-Möhrendorf fordert schon einen Korridor durch das Schutzgebiet für die angestrebte Ortsumgehung der B 414. Verärgerte Kommunalpolitiker fragen nach, wo es denn diese seltenen Vögel gibt. Aber gerade im Hohen Westerwald haben sich auf den extensiv bewirtschafteten Wiesen Pflanzen, Insekten und Vögel erhalten, die in tieferen Lagen mit der intensiven Landwirtschaft verschwunden sind. Anderswo ist der Bestand von Wiesenbrütern dramatisch zurückgegangen; bei uns sind Braunkehlchen, Wiesenbrüter & Co. noch häufig. Die für uns selbstverständlich zur schönen Landschaft gehörenden Blumenwiesen gibt es längst nicht mehr überall. Und so ergibt sich die Frage, ob diese Schutzgebiete wirklich so fatal sind, wie manche meinen.

Der Hohe Westerwald ,früher als Arme-Leute-Gegend bekannt, hat sich wirtschaftlich gemausert. Günstige Grundstückspreise brachten so manche Gewerbeansiedlung, bessere Verkehrswege trugen uns näher heran an die reichen Zentren Frankfurt und Köln/Bonn. Fläche ist genug vorhanden, meint man, jedoch wer genauer hinschaut, sich erinnert, alte Fotos hervorholt, stellt fest: Zug um Zug wird freies Land verbaut. Landwirtschaft lohnt kaum, Bauland bringt den Eigentümern richtig Geld. Wohl kaum einer unserer kleinen, aber zahlreichen Orte ist ohne Neubaugebiet. Je höher auf dem Hügel das neue Heim steht, desto schöner die Aussicht; manchmal Pech für die, die früher weiter unten gebaut haben. Ja, muß das immer so weitergehen, damit Wohlstand und Arbeitsplätze auch in Zukunft gesichert sind?

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Beginn der Bauarbeiten auf der grünen Wiese

In diesem Jahr wurde der Westerwaldsteig eingeweiht, ein anspruchsvoller Wanderweg, der uns mit touristischen Nachbar-Regionen über Rothaar- und Rheinsteig verbindet. Hier ist Natur wieder willkommen. Vielleicht schränken uns Vogelschutzgebiete nicht nur ein, sondern helfen mit, Naturräume auch für die Zukunft zu erhalten. Allzugroß ist der Druck auf bebaubares Land. Dabei stagniert die Bevölkerungszahl in Deutschland und die Lasten zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur wie Straßen und Versorgungsnetze werden für Kommunen und Bürger immer größer. Alles was gebaut wird, muß später unterhalten werden; so birgt der hohe Flächenverbrauch das Risiko erheblicher Fehlinvestitionen. Sicher werden sich unsere Kinder auch gern ein Eigenheim bauen, und wer will geplagten Anwohnern eine Umgehungsstraße versagen. Aber ist es richtig, mit Bauplätzen auf der grünen Wiese zu locken, immer neue Baugebiete zu erschließen und aktiv um Zuzug zu werben?

Viel besser passen da die Bemühungen um Ortskernbelebung sowie der Ausbau eines attraktiven Stadtzentrums in Rennerod - meine ich. Auch morgen wird gebaut werden, aber man sollte es sich mindestens 3-mal überlegen, ob dafür eine naturbelassene Fläche herhalten muß, denn unsere Wiesen sind wertvoll, weil unersetzbar.

Wer zahlt die Kosten der Zersiedlung?
Wir alle! Kostengünstiges Bauland ist mit Vorsicht zu genießen
Mehr >> http://www.nabu.de/m01/m01_01/07178.html